Licht ist für unseren menschlichen Körper lebensnotwendig
„Licht“
Licht brauchen wir zum Leben wie unser täglich Brot, sowohl das Sonnenlicht wie auch unser inneres Licht. Es ermöglicht uns die Orientierung in der weltlichen Dunkelheit wie auch in der dunklen Nacht der Seele. Ohne Licht, ohne die Sonne und ohne das eigene innere spirituelle Licht wären wir blind. Wir könnten unsere Wege nicht erkennen.
Licht ist für unseren menschlichen Körper lebensnotwendig.
Wir benötigen z. B. das Sonnenlicht für unseren Stoffwechsel. Vitamin D spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Kalziumspiegels im Blut und somit beim Knochenaufbau.
Und nicht nur unser Körper benötigt Licht. In der Medizin gibt es den Begriff „Winterdepression“, auch „Lichtmangel-Depression“ genannt. Diese äußert sich oftmals in zunehmenden Stimmungsschwankungen, schlechter Laune, verminderter Tatkraft, verstärkter Müdigkeit, erhöhtem Schlafbedürfnis und gesteigertem Appetit.
Dem Vitaminmangel und der Winterdepression kann man mit gesunder Ernährung, Lichttherapie und einem täglich einstündigen Spaziergang entgegen wirken.
Und wie schaut es mit unserer Seele aus?
„Es werde Licht ….“
„Gott sprach: Es werde Licht. Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war….“ (Gen 1,3 – 1,4) Mit diesen Worten beginnt die Bibel und mit dem „Licht“ der Geburt auch unser Leben. Licht ist das Erste, was wir wahrnehmen, wenn wir aus dem Geburtskanal treten, sowohl in die physische wie auch in die geistige Welt.
Wir vergessen meist, dass wir nicht nur das Licht im Außen, das Sonnenlicht, brauchen um zu leben, auch das Licht in unserem Inneren möchte genährt werden, um zu leuchten. Viele Rituale, egal aus welcher Tradition sie stammen, erinnern uns daran. Auch wenn wir sie nicht mehr bewusst verstehen, unsere Seelen erinnern sich an all ihre tiefsten symbolischen Bedeutungen.
Lichtmess
Vierzig Tage nach Weihnachten, berechnet vom 25. Dezember, wird am 02. Februar eines jeden Jahres Mariä Lichtmess gefeiert. Der alte Name „Mariä Reinigung“ erinnert an den alten jüdischen Brauch, dass eine Frau 40 Tage lang als „unrein“ galt, wenn sie einen Sohn und 80 Tage lang, wenn sie ein Mädchen geboren hatte. Die Frauen mussten ein Reinigungsopfer in Form von ein oder zwei Tauben im Tempel darbringen, in besonderen Fällen erforderte es auch ein Schaf als Opfer.
Da Jesus nach alter Tradition als erstgeborener Sohn „Gottes Eigentum“ war, musste er ausgelöst werden. So wurde er von seinen irdischen Eltern Maria und Josef in den Tempel gebracht und vor Gott „dargestellt“. Hier begegneten sie dem frommen Simeon und der Prophetin Hannah, die in Jesus den „Erlöser Israels“ erkannten. „ …. denn meine Augen haben Deinen Heiland gesehen, den Du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden und zum Preis Deines Volkes Israel ….“(Lukas 2,21 – 40,1).
Christus selbst hat sich später als Licht der Welt bezeichnet.
„Als Jesus ein andermal zu ihnen redete, sagte er: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh. 8,12)
Imbolc
Unsere keltischen Ahnen feierten zwischen dem 31. Januar und 02. Februar (es gibt hier leicht abweichende Zeitangaben) die Wiederkehr des Lichts und das Aufkeimen des Lebens, in Irland auch Imbolc (Lämmersäugen) genannt. Dieses Fest ist der irischen Göttin des Lichts und des Feuers „Brigid“ geweiht. Es ist die Zeit des Neuanfangs, der Reinigung und der Wandlung.
Sowohl an Lichtmess wie auch an Imbolc wird das „Licht“ gefeiert. Diese Feste mit ihren Ritualen bieten die Möglichkeit, uns an das Licht in uns und an das Licht in den Menschen um uns herum zu erinnern.
„Ihr seid das Licht der Welt …..“
„Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.
Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind.
So lasst Euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie Eure guten Werke sehen und Euren Vater im Himmel preisen.
(Matthäus 5, 14 – 16)
Warum schenken wir uns nicht täglich ein Licht, um uns daran zu erinnern, wer wir wirklich sind. Zünden wir doch täglich ein Licht, eine Kerze, für uns an und eine für alle Seelen, damit sie alle ihr inneres Licht leuchten lassen.
Lassen Sie Ihr Licht leuchten und geben Sie so Ihrem Gegenüber die Möglichkeit, auch sein Licht leuchten zu lassen.
Von Herzen
Maria W.M. Schmitt
Autorin & Spiritual Life Coach
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